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< OSTERN - noch lange nicht vorbei!
16.12.2012 16:29 Alter: 6 Jahre
Von: mfk

...und das Wort ist Fleisch geworden...

Unsere diesjährigen Weihnachtsgedanken für Sie


Krippe vor dem Apsis-Fenster unserer Kapelle St. Klara

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LIEBE
DU
Dreieinigkeit
Schenk uns
DEIN WORT
Das ruht an Deinem Herzen
Im Schweigen Deiner Ewigkeit
Kein Ohr hat es vernommen
Kein Aug hat es geschaut
Aus DIR ist es gekommen
Hat sich uns anvertraut
DEIN WORT
Ist uns das Liebste
Für Leib und Seele Heil
JESUS
Dein seliger Name
Soll meine Heimat sein

 

 

   I m  Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort … Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gezeltet.“ Der Mensch Jesus ist das Zelten des Wortes, des ewigen göttlichen Logos in dieser Welt.
Diese Zeilen sind entnommen dem neuesten Buch unseres Hl. Vaters: „Jesus von Nazareth, Die Kindheitsgeschichten“.

In unserer Zeit werden viele Worte gemacht, gedruckt, gemailt, gesprochen. Niemand kann diese Wortflut stoppen oder gar auslöschen. Viele gute Worte werden gesagt und tragen zum Frieden, zur Freundschaft, zu einer liebevollen Beziehung bei. Worte des Trostes, die aufrichten, Worte, die Mut machen und so zur Lebensfreude beitragen.
Andererseits gibt es die Flut der zerstörerischen Wort-Laute, die vernichten und das Leben hindern.

An Weihnachten feiern wir das WORT schlechthin, das Wort das noch nie in eines Menschen Ohr gedrungen war, das kein Mensch nachsprechen kann. Dieses Wort wurde aus dem ewigen Schweigen heraus in unser Dasein gesprochen, aus dem Herzen der Dreieinigen LIEBE, in der Innigkeit des Heiligen Geistes. Ja, im Buch der Weisheit lesen wir: „…Da sprang DEIN allmächtiges Wort vom königlichen Thron...“(Weish 18, 15a). Es war kein zögerliches Kommen in diese unheilvolle Weltzeit. Mit göttlicher Entschiedenheit und in Treue zu SEINEM Geschöpf verließ der Sohn, der am Herzen des Vaters ruhte, SEINER Ewigkeit Mitte, um uns zu berühren mit der Sehnsucht nach der ewigen Heimat. Das Wort, das uns ganz nahe sein wollte, ist nicht weit von uns, „es ist in unserem Mund und in unserem Herzen“ – seitdem!

Und darauf käme es an, nämlich dass wir das Wort des Vaters mit liebevollem Herzen aufnehmen, in unserem Leben Fleisch werden lassen und so eine neue Weise des Menschseins verkünden.

Genau dies versucht unser diesjähriges Weihnachtsmotiv zum Ausdruck zu bringen: Steht normalerweise vor dem blauen Fenster unserer Kapelle die goldene Monstranz mit der Eucharistie in der Mitte, so ist auf unserer Fotomontage anstatt der Monstranz das leuchtende Stroh der Krippe mit dem Wort Gottes darin abgebildet. Wir Schwestern dürfen uns Tag für Tag vom Wort des Vaters nähren, dürfen in SEINER Gegenwart anbeten, und SEIN Wort in unserem Leben Fleisch werden lassen. Legt uns das 2. Vatikanische Konzil doch nahe, dass der Tisch des Wortes und der Tisch des Sakramentes reichlich gedeckt sein sollen, und genau dadurch gestärkt können wir die neue Weise des Menschseins leben und verkünden.

 

Wenn es ganz richtig heißt, dass eine Klarisse die ganze Welt im Herzen trägt, so seien Sie gewiss, dass auch Sie einen festen Platz in unserem Herzen innehaben und wir Sie in unser Beten mit einschließen. Viel Not und Leid wird unserem Beten anempfohlen, und da auch uns die Dunkelheiten aus eigener Erfahrung nicht unbekannt sind, so ist und bleibt es uns wichtig, SEIN tröstendes Licht zu erbitten. Das liebste und trostreichste Wort hat Gott selbst gesprochen: der Name JESU möge uns allen Heimat und Zuflucht sein, an Weihnachten, aber auch durch das ganze neue Jahr 2013 hindurch. Ihnen allen herzliche Segengrüße zum bevorstehenden Weihnachtsfest, an dem das Wort Fleisch geworden ist, Ihre

 Klarissen-Kapuzinerinnen von der Ewigen Anbetung Mainz